2:07Zwischen Schicht und Morgen
Ein Rap über frühe Schichten, eigene Texte am Küchentisch und den Mut, der eigenen Stimme Raum zu geben.
Liedtext
[Verse 1] Halb sechs, die Bahn zieht Linien durch den Morgennebel Kaffee in der Hand, noch kein Licht im Werkstattfenster Ich schließ auf, stell die Tasche neben alte Pläne Während draußen langsam erste Fahrräder vorbeigehen Meine Hände lernen Dinge, die kein Zeugnis messen kann Wenn ein Fehler vor mir liegt, fang ich noch mal vorne an Abends wird der Küchentisch zum Platz für meine Zeilen Zwischen Einkaufszetteln kann ich meine Zweifel teilen Mit zwei Freunden, einem Mikro, einem Teppich an der Wand Kein Vertrag für große Träume, doch wir nehmen sie in die Hand [Chorus] Zwischen Schicht und Morgen wird aus leise wieder laut Jeder kleine Schritt hat an dem nächsten mitgebaut Keine goldne Abkürzung, wir bleiben nicht nur stehen Aus den kleinen Schritten kann ein neuer Weg entstehen [Verse 2] Meine Mutter hört den ersten Vers durch kleine Boxen Sagt, ich kling nach mir, das hat mich mehr als Lob getroffen Nicht die große Zahl bestimmt, ob sich die Arbeit lohnt Sondern wer bei deinem Lied kurz seine Sorgen loswird In der Bahn erkennt mich keiner, und das ist gerade richtig Ich hab Platz für neue Sätze, denn das Nächste ist mir wichtig Wenn der Tag mich müde macht, brauch ich kein fremdes Leben Nur den Mut, der eignen Stimme wieder Raum zu geben [Final Chorus] Zwischen Schicht und Morgen wird aus leise wieder laut Jeder kleine Schritt hat an dem nächsten mitgebaut Keine goldne Abkürzung, wir bleiben nicht nur stehen Aus den kleinen Schritten kann ein neuer Weg entstehen